Vera Brandes
Vera Brandes (* 1956 in Köln) ist eine deutsche Musikproduzentin und Musik- und Medienwirkungsforscherin.
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Leben und Wirkung
Brandes begann bereits als fünfzehnjährige Schülerin, Jazzkonzerte und Tourneen zu veranstalten, zu allererst eine Tournee mit dem Trio von Ronnie Scott. 1974 organisierte sie in Köln die Konzertreihe New Jazz in Cologne, in der die Gruppe Oregon ebenso auftrat wie Dave Liebmans Lookout Farm, die Gruppe Pork Pie um Charlie Mariano und Jasper van't Hof und das Quartett von Gary Burton.[1] Als fünftes Konzert der Reihe folgte am 24. Januar 1975 das legendäre Köln Concert von Keith Jarrett, das der Pianist wegen eines ungenügenden Flügels und Übermüdung absagen wollte. Nur auf inständiges Bitten und Drängen von Brandes fand das Konzert doch noch statt.[2] Ihr erstes Schallplattenlabel CMP – 1977 mit dem Dürener Konzertveranstalter Kurt Renker gegründet – veröffentlichte Alben von Nucleus, Charlie Mariano, Jeremy Steig oder Theo Jörgensmann. 1980 gründete sie das Label VeraBra, wo sie als alleinige Produzentin und Verlegerin wirkte;[3] dann war sie für das Label Intuition tätig. Insgesamt produzierte sie mehr als 350 Alben, u.a. von Reinhard Flatischler, den Lounge Lizards, Mikis Theodorakis, Barbara Thompson, Hermeto Pascoal oder Andreas Vollenweider.
Als Mitglied der Friedensbewegung initiierte sie das One World Music Festival, das erstmals 1990 am Kölner Tanzbrunnen stattfand und im Rockpalast übertragen wurde.[4]
Nach einem Autounfall beschäftigte sie sich seit 1995 mit den medizinischen Wirkungen von Musik.[5] Sie leitet seit 2004 das Forschungsprogramm für Musikmedizin an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg und führte die weltweit erste placebokontrollierte Studie zum Effekt von Musik auf Depressionen durch. Seit 2009 ist sie Vizepräsidentin der Internationalen Gesellschaft für Musik und Medizin.
Buchveröffentlichungen
- Vera Brandes / Christian Salvese Leben im Rhythmus - Die heilende Kraft der Klänge, Schwingungen und Gefühle O.W. Barth Verlag, München 2006; ISBN 3-502-61152-1
- Vera Brandes / Roland Haas (Hrsg.) Music That Works - Interdisciplinary Perspectives on the Potential of Music in Medicine and Therapy Springer Verlag, Wien 2009; ISBN 9783211751213
Weblinks
- Poträt (PMU)
- Vera Brandes bei Discogs (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Robert von Zahn: Jazz in Köln seit 1945. Konzertkultur und Kellerkunst. Emons-Verlag, Köln 1997, S. 175f.
- ↑ Im letzten Moment – Jarrett saß schon wieder im Wagen – gelang es ihr, ihn zu überzeugen; nach seinen eigenen Worten spielte er nur wegen ihr. Vgl. Robert von Zahn: Jazz in Köln seit 1945. S. 177.
- ↑ Robert von Zahn: Jazz in Köln seit 1945. S. 178
- ↑ Open World Community (Eigendarstellung)
- ↑ Durch Musik geheilt, Die Presse, 3. Mai 2009
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brandes, Vera |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Musikerproduzentin und -wirkungsforscherin |
| GEBURTSDATUM | 1956 |
| GEBURTSORT | Köln |
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